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Mietrebellen Mietrebellen Mietrebellen Mietrebellen

MIETREBELLEN - Widerstand gegen den Ausverkauf

Dokumentarfilm über die Berliner Protestbewegung und ihre Aktivitäten von 2011 bis 2013

Berlin - In den letzten Jahren hat sich die Haupt­stadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massen­hafte Umwand­lungen in Eigentums­wohnungen und Miet­steigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich.

Die sichtbaren Mieter­proteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum. Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbar­schaftlichen Lebens­zusammenhängen.

Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräu­mungen und der Kampf von Rentnern um ihre Wohnungen und eine Freizeit­stätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protest­bewegung.

Der Film wurde von internationalen Filmfestivals in Mexiko, Italien, Kosovo, England, Schottland und der Türkei sowie von verschiedenen Kultur-, Medien- und Kunst-Festivals ausgewählt. Es hat weltweit 370 öffentliche Aufführungen, davon 260 Kinoaufführungen gegeben. Auch im wissenschaftlichen Kontext wird der Dokumentarfilm gezeigt, z.B. an den Berliner Hochschulen, den Fakultäten für Architektur und Stadtplanung in Kassel und Erfurt oder der Royal Geographical Society in London.

Dokumentarfilm von:
Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers
D 2014 | 78 min | OmeU.

www.mietrebellen.de





Mietenstopp Mietenstopp Mietenstopp

MIETENSTOPP

Dokumentarfilm über die Berliner Mietenstoppdemo und ihre Aktivisten im Sommer 2011

Der Gentrifizierungsprozess in den Innenstadtbezirken der Hauptstadt ist weit fort­geschritten, trotzdem geben die Berliner “Kiezinitiativen” den Kampf nicht auf und organisieren eine große Demo gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Armut.

Der Charakter der Demo ist neu: Keine Parteien, stattdessen eine breite Verankerung in den Kiezen; die Rentner aus Zehlendorf gehen gemeinsam mit Polit­aktivisten aus Kreuzberg auf die Straße.

Der Zeitpunkt der Demo ist bewusst gewählt - kurz vor den Berliner Wahlen wollen die Aktivisten ein Zeichen setzen. Den Glauben an die politischen Parteien als Vertreter ihrer Interessen haben sie verloren.

Dokumentarfilm von:
Anthony Lew Shun, M. Lutz und Gertrud Schulte Westenberg
D 2012 | 87 min.

Volles Haus bei der Mietenstopp-Premiere im SO36 / Kreuzberg
Mietenstopp auf blogsport.de





HARTZcore HARTZcore

HARTZcore

Dokumentarfilm über das Leben von drei Berliner Hartz-IV-Empfängern in den Jahren 2009/2010

"HARTZcore" zeigt die Lebensrealitäten von drei Hartz-IV-Empfängern, die in Berlin-Kreuzberg in dem Beschäftigungs­institut meco Aktiv gGmbH an einer Mehraufwands­entschädigungs­maßnahme (MAE) teilnehmen.

Der Film erzählt von der Widersprüchlichkeit der Protagonisten. Sie stehen auf der Kippe, empfinden die MAE-Maßnahme als Sklavenarbeit, sympathisieren mit Bombenlegern und fühlen sich gleichzeitig wohl bei ihren Ein-Euro-Jobs. Für sie ist das Beschäftigungs­institut fast so etwas wie eine Familie...

Detlef, 46, Langzeitarbeitsloser und Obdachloser, wohnt derzeit im Männer­wohnheim, will gerne eine eigene Wohnung und vor allem weg vom Alkohol. Eine Ausbildung oder einen Beruf hat der gebürtige Neuköllner nicht. Immerhin, die Maßnahme gibt ihm den nötigen Halt, um hin und wieder kleine Pausen vom Trinken machen zu können.

Bettina, 42, allein-erziehende Mutter von Zwillingen im Alter von 13 Jahren und einem erwachsenen Sohn, weiß nicht mehr, wie lange sie sich noch im "normalen" Leben halten kann. Die Sorge um ihren an Epilepsie erkrankten Sohn und der tägliche Kampf ums Überleben mit Hartz IV lassen Bettina nicht zur Ruhe kommen.

Achim, 52, Besatzungskind, Exjunkie, Exbankräuber und Exknasti, sieht sich selbst chancenlos auf dem Ersten Arbeits­markt und von Staat und Gesell­schaft allein­gelassen. An mangelndem Einsatz und Interesse liegt es bei Achim nicht. Die Garten­bauarbeit macht ihm Spaß, aber seine Vergangenheit lässt ihn nicht los...

Dokumentarfilm von:
Anthony Lew Shun, M. Lutz und Gertrud Schulte Westenberg
D 2010 | 87 min. | OmeU

www.hartzcore.org